Viele Unternehmen investieren in die Testautomatisierung, um Software schneller zu testen, Releases zu beschleunigen und den manuellen Aufwand zu reduzieren. Oft wird erwartet, dass automatisierte Tests unmittelbar Zeit sparen und die Qualität verbessern.
In der Praxis sieht es jedoch oft anders aus.
Testskripte veralten, der Überblick geht verloren und Teams verlieren den Überblick darüber, welche Tests tatsächlich zur Qualität ihrer Software beitragen.
Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann liegt das Problem meist nicht bei den Tools, sondern beim zugrunde liegenden Testprozess. Lesen Sie, wie sich die Testautomatisierung im Vergleich zu 2019 entwickelt hat.
Was ist Testautomatisierung?
Bei der Testautomatisierung werden Tests automatisch durch Software ausgeführt, anstatt manuell von Testern oder Benutzern.
Automatisierte Tests werden häufig eingesetzt für:
- Regressionstests
- Funktionstests
- API-Tests
- Integrationstests
- Prüfungen innerhalb von CI/CD-Pipelines
Vor allem Unternehmen, die regelmäßig neue Versionen veröffentlichen, profitieren von der Automatisierung. Durch die automatische Durchführung häufig vorkommender Tests erhält man schneller einen Überblick über die Qualität neuer Softwareversionen.
Erfolgreiche Testautomatisierung beginnt jedoch nicht mit einem Tool. Sie beginnt mit der Kontrolle über Ihren Testprozess.
Warum die Testautomatisierung oft weniger erfolgreich ist als erwartet
Der Markt für Testautomatisierung hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. KI kann Testskripte generieren. Low-Code-Plattformen machen die Automatisierung zugänglicher. Moderne Tools können sich teilweise selbst anpassen, wenn sich eine Anwendung ändert.
Dennoch stehen viele Organisationen nach wie vor vor denselben Herausforderungen:
- unzureichender Einblick in bestehende Testszenarien
- fehlende Testdokumentation
- Unklarheiten bezüglich der Testabdeckung
- veraltete Regressionstests
- mangelndes Verantwortungsbewusstsein
Dadurch wird die Verwaltung der Automatisierung immer komplexer. Ein automatisierter Test, den niemand versteht oder pflegt, bringt letztendlich wenig Nutzen.
Zuerst Einblicke, dann automatisierte Tests
Bevor du entscheiden kannst, welche Tests für die Automatisierung geeignet sind, musst du wissen, welche Tests es überhaupt gibt.
Wichtige Fragen sind:
- Welche Geschäftsprozesse sind kritisch?
- Welche Regressionstests werden regelmäßig durchgeführt?
- Welche Risiken wollen wir absichern?
- Welche Anwendungen werden getestet?
- Wer ist für die Umsetzung verantwortlich?
Können Sie diese Fragen nicht ohne Weiteres beantworten? Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass eine Investition in die Testautomatisierung weniger bringt als ursprünglich angenommen.
Nicht alles muss automatisiert werden
Ein häufig begangener Fehler ist das Streben nach einer 100-prozentigen Testautomatisierung. In der Realität ist dies jedoch selten notwendig. Die meisten Unternehmen erzielen die höchste Effizienz, indem sie genau die richtigen Tests automatisieren.
Denken Sie zum Beispiel an:
Geeignet für die Testautomatisierung
- Regressionstests
- wiederholbare Kontrollen
- kritische Geschäftsprozesse
- Standard-Anwendungsszenarien
- API-Prüfungen
Weniger geeignet für die Testautomatisierung
- Anwenderakzeptanztests (UAT)
- exploratives Testen
- Prozessvalidierungen
- Usability-Studien
In vielen Situationen ist die menschliche Beurteilung nach wie vor unverzichtbar.
Die Testautomatisierung ersetzt Tester nicht. Sie hilft den Testern, effektiver zu arbeiten.
Die versteckten kosten automatisierten Testens
Viele Unternehmen konzentrieren sich vor allem auf die Einsparungen, die durch Automatisierung erzielt werden können.
Aber es sind auch Investitionen erforderlich.
Denken Sie daran:
- Einführung von Werkzeugen
- Pflege von Testskripten
- Verwaltung von Testdaten
- Mitarbeiterfortbildung
- Überwachung der Testergebnisse
Außerdem ändern sich Anwendungen ständig.
Neue Funktionen, Releases und Integrationen führen dazu, dass automatisierte Tests regelmäßig angepasst werden müssen.
Ohne eine ordentliche Verwaltung entsteht schnell eine Sammlung von Tests, die nicht mehr zuverlässig ist.
Was erfolgreiche Organisationen anders machen
Unternehmen, die bei der Testautomatisierung erfolgreich sind, haben in der Regel zunächst ihr Testmanagement auf Vordermann gebracht.
Sie sorgen für:
- ein strukturierter Testprozess
- klare Zuständigkeiten
- Einblick in die Testabdeckung
- zentrale Verwaltung von Testszenarien
- Übersicht über Änderungen und Releases
Erst danach wird geprüft, welche Teile automatisiert werden können.
Dadurch bleibt die Automatisierung überschaubar und schafft tatsächlich einen Mehrwert.
Testersuite dir dabei, den Testprozess in den Griff zu bekommen
Testersuite kein Tool zur Testautomatisierung.
Testersuite hilft Testersuite jedoch dabei, die Grundlage für eine erfolgreiche Testautomatisierung zu schaffen.
Mit Testersuite Sie:
- Übersicht über alle Testaktivitäten
- Beherrschung von UAT-, FAT- und Regressionstests
- Einblick in Risiken und Testergebnisse
- Unterstützung beim Änderungs- und Release-Management
- eine höhere Testreife innerhalb der Organisation
Dadurch lässt sich besser feststellen, welche Tests für die Automatisierung geeignet sind und welche weiterhin manuell durchgeführt werden müssen.
Fazit: Erfolgreiche Testautomatisierung beginnt mit einem guten Überblick
Die Möglichkeiten der Testautomatisierung sind größer denn je. Doch automatisierte Tests lösen keine Prozessprobleme.
Wenn Sie keinen Überblick über Ihren Testprozess, Ihre Testabdeckung und Ihre Risiken haben, wird die Automatisierung oft zu einer zusätzlichen Herausforderung statt zu einer Lösung.
Möchten Sie den maximalen Nutzen aus der Testautomatisierung ziehen? Dann sorgen Sie zunächst für Struktur, Übersicht und Kontrolle über Ihren Testprozess.
Das ist die Grundlage für nachhaltige Qualität.
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