Du kennst das sicher: Eine Veröffentlichung steht an, der Druck ist groß und alle warten darauf, dass du sagst, ob sie „ausreichend getestet“ ist. Kommt dir das bekannt vor?
In unserer Interviewreihe Let's talk about test haben wir in den letzten Jahren Dutzende von Testmanagern, Testkoordinatoren und Qualitätsmanagern von Organisationen wie der Stadt Amsterdam, dem Maastricht UMC+, dem Wasserverband Zuiderzeeland und dem Radboudumc befragt. Allesamt Fachleute, die täglich mit denselben Herausforderungen zu kämpfen haben wie Sie. Wir haben die wertvollsten Erkenntnisse zusammengestellt
1. Testen ist ein Glied in der Kette, keine Insel
Mehrere Testmanager betonen, dass das Testen niemals für sich allein steht. Gutes Testen beginnt bereits mit der präzisen Festlegung der Anforderungen und setzt sich bis hin zu einer sorgfältigen Entwicklungsphase fort. Wer das Testen als eigenständige Aktivität organisiert, verliert den Anschluss an den Rest der Kette.
👉 Tipp: Integriere Tests in deinen gesamten Änderungs- und Release-Prozess und führe sie nicht als separaten Schritt am Ende durch.
2. Kommunikation ist dein wichtigstes Testinstrument
Ein Testmanager muss vor allem kommunikativ, proaktiv und analytisch sein. Indem man mit allen Beteiligten spricht, bringt man alle auf einen Nenner. Ohne diese Abstimmung arbeitet jedes Team auf seine eigene Weise, mit eigenen Dateien und eigenen Annahmen, und man verliert den Überblick.
👉 Tipp: Richten Sie einen zentralen Ort ein, an dem „ Testfälle “, Fehler und der Fortschritt für alle sichtbar sind.
3. Der Griff beginnt mit einem festen Bewegungsablauf
Bei Großprojekten mit mehreren Scrum-Teams geht es schief, sobald jeder „ Testfälle “ und Fehler auf seine eigene Weise erfasst, beispielsweise separat in Excel. Das Arbeiten nach einem festen Schema sorgt dafür, dass ein Projekt überschaubar bleibt. Wer die Kontrolle über den Prozess hat, behält den Überblick und kann rechtzeitig gegensteuern.
👉 Tipp: Wähle eine Vorgehensweise für deinen gesamten Testprozess und halte dich daran, auch unter Zeitdruck.
4. Es geht um Risiken, nicht um Fehlerfreiheit
Ein zu hundert Prozent fehlerfreies Testen gibt es nicht. Was es jedoch gibt, ist die Risikokontrolle. Das Testen soll das Projekt stärken, anstatt es zu verzögern – so wie ein Zahnrad, das reibungslos mit dem Rest der Maschine zusammenarbeitet.
👉 Tipp: Ermitteln Sie die Risiken im Voraus und legen Sie auf dieser Grundlage fest, wofür Sie Ihre Testkapazitäten einsetzen.
5. Einsicht ist deine Beweislast
Ein Einblick in die Qualität hilft Ihnen, Risiken früher zu erkennen und zu mindern. In Umgebungen, in denen Fehler schwerwiegende Folgen haben, wie beispielsweise bei der Patientendiagnostik in einem Labor, ist dieser Einblick sogar Bestandteil von Zertifizierungsprozessen. Ohne einen Überblick können Sie schlichtweg nicht nachweisen, dass Sie die Qualität im Griff haben.
👉 Empfehlung: Dokumentieren Sie Testergebnisse und Teststatus so, dass Sie diese jederzeit gegenüber Auditoren, Auftraggebern oder der Geschäftsleitung nachweisen können.
6. Das Testen wird unterschätzt – beweise also deinen Wert
Jeder hält das Testen für wichtig – bis es um die Planung und das Budget geht. In der Praxis wird das Testen oft als letzter, vernachlässigter Posten des IT-Budgets behandelt, während die Rolle des Testers häufig noch zu sehr beratender Natur ist, anstatt entscheidungsrelevant zu sein.
👉 Tipp: Machen Sie den Nutzen von Tests anhand konkreter Zahlen und Übersichten deutlich, damit Sie aus einer stärkeren Position heraus mitreden können.
7. Grundkenntnisse bleiben unverzichtbar
„Wir müssen das Testen automatisieren“ ist ein oft gehörter Slogan, doch ohne Kenntnisse der Testgrundlagen bringt die Automatisierung wenig. Zuerst müssen die Grundlagen des Testmanagements stimmen, erst dann kann der nächste Schritt erfolgen.
👉 Tipp: Investieren Sie zunächst in die Testreife, bevor Sie in Automatisierungstools investieren.
Von Einzelstunden zu einem soliden Prüfungsverfahren
Der rote Faden, der sich durch all diese Gespräche zieht, ist klar: Erfolgreiche Testexperten arbeiten strukturiert, übersichtlich und risikokontrolliert – und nicht anhand einzelner Tabellenkalkulationen oder Ad-hoc-Vereinbarungen. Genau dabei hilft „ Testersuite “. Mit „ Testersuite “ erfassen Sie Ihren Testprozess, Ihr Release-Management und Ihr Qualitätsmanagement zentral, sodass Sie jederzeit wissen, wo Sie stehen und wo die Risiken liegen.
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